Ich will die Zukunft gestalten

Drei Dinge erkennt man sofort, wenn man mit Feray Sen ins Gespräch kommt: Sie ist neugierig, ehrgeizig und fachlich auf dem aktuellen Stand. Diesen Eigenschaften verdankt sie auch, dass sie eine rasante Karriere in der Pflege hingelegt hat. Die 29-Jährige ist kommissarische Pflegedienstleitung im Cornelius de Greiff-Stift in Krefeld. Sie hatte immer einen guten Riecher dafür, wann es Zeit ist, die Segel neu zu setzen.

Schon als Kind lernte Feray Sen die Pflege hautnah kennen. Denn damals kam mehrmals täglich ein ambulanter Pflegedienst zu ihnen nach Hause und pflegte ihre Mutter. „Ich war immer neugierig darauf, was die Pflegerinnen da machten. Sie brachten mir sogar Kanülen mit, damit ich damit spielen konnte. Da wusste ich: wenn ich mal groß bin, werde ich Krankenschwester.“

Nach der 10. Klasse machte Feray Sen eine zweijährige schulische Ausbildung zur staatlich geprüften Sozialhelferin. In diesem Rahmen absolvierte sie drei Praktikumseinsätze: in einer Kita, in einem Pflegeheim und in einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung. „Ich stellte schnell fest, dass die Altenpflege genau mein Ding ist“, sagt sie, und ergänzt: „Mit Kindern konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht so gut umgehen, und die Arbeit mit behinderten Menschen war sehr anstrengend. Vielleicht war ich mit 16, 17 Jahren noch zu jung dafür.“

Das ist das, was ich machen möchte!

Nach der schulischen Ausbildung bekam sie ein Angebot, als Pflegehelferin zu arbeiten und griff zu. Als sie bereits drei Jahre in dem Beruf tätig war, wollte sie gerne eine Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft machen. Der Arbeitgeber hielt sie hin – und sie wusste: Segel setzen und neu schauen, denn: „Ich wollte die Altenpflege richtig professionell erlernen“, sagt sie rückblickend – und warten wollte sie nicht mehr.  Sie bewarb sei bei den Städtischen Seniorenheimen Krefeld.  Gerne erinnert sie sich an ihr Vorstellungsgespräch mit dem Geschäftsführer Jörg Schmidt. „Das war ein sehr gutes Bewerbungsgespräch, und ich fühlte gleich, dass ich hier richtig bin.“ Frau Sen wollte die Ausbildungsstelle unbedingt haben, hakte regelmäßig nach. „Nach zwei Wochen bekam ich dann endlich die Zusage und habe mich riesig gefreut!“. Ihre Ausbildung schloss sie im Seniorenheim Fischers-Meyser-Stift in Krefeld-Hüls mit einer sehr guten Note ab.

Ein halbes Jahr nach der Ausbildung machte Frau Sen die Fortbildung zur Praxisanleitung. „Am liebsten hätte ich sofort die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung gestartet, aber dafür benötigt man etwas mehr Berufserfahrung“, berichtet sie. Immerhin hatte sie dann erst einmal die Qualifikation, Schülerinnen und Schüler am Lernort Betrieb zu begleiten und zu stärken. Vor kurzem schloss sie die Fortbildung zur Pflegedienstleitung ab. Seit Sommer 2018 ist sie nun im Cornelius de Greiff- Stift kommissarisch als PDL tätig. Rückblickend sagt sie: „Für meine Entwicklung war der Einrichtungswechsel ein wichtiger Schritt. Es heißt ja so schön ‚einmal Azubi, immer Azubi‘. Das wollte ich vermeiden und bin mit dem Neustart als Leitungskraft in einem anderen Haus sehr zufrieden.“

Zukunft gestalten wollen

„Ich war schon immer sehr ehrgeizig und möchte in der Pflege die Zukunft mitgestalten“, sagt sie. Als Leitungskraft ist es ihr Ziel, Mitarbeitende zu fördern und dabei den Anschluss an die Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner nicht zu verlieren. „Reine Büroarbeit ist nichts für mich, ich gehe auch in die Pflege. Mir ist es wichtig, die Bewohnerbedürfnisse zu kennen und gleichzeitig zu schauen, dass die Mitarbeitenden zufrieden sind“.  Sie ist bei Team- und Übergabegesprächen dabei und führt Ziel- und Entwicklungsgespräche mit Mitarbeitenden.

Heute hat Frau Sen Verantwortung für rund 15 Mitarbeitende. Doch gute Führung braucht Erfahrung und Feedback, um zu wachsen. In der Einrichtung hat Frau Sen dafür einen guten Coach, der ihr hilfreiche Rückmeldungen gibt: Frau Sangs ist ebenfalls Pflegedienstleitung und schon länger in der Leitungsposition tätig. Für Frau Sen ist sie die ideale Mentorin. Gemeinsam haben sie die Segel für die Zukunft gesetzt.

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