Der Rückkehrer

Wenn es nach den Eltern gegangen wäre, würde sich Elma Pullem (42) heute hauptsächlich um Verbindungen bei der Telekom kümmern. Er folgte dem guten Rat auch zunächst und wurde Kaufmann für Bürokommunikation. Doch das war nicht das, was er wollte.

Schon immer interessierte ihn etwas anderes. Hinweise darauf gab es zuhauf: “Schon bei den Tests zur Berufsorientierung in der Schule kam immer das gleich raus: Pflege!” Der Ausstieg zum Einstieg erfolgte dann endlich 1998, als er die Ausbildung zur Pflegefachkraft startete.

Wanderjahre sind Lehrjahre

Elmar Pullem beschreibt sich selbst als eher ruhigen Typen. Folgt man seinen Erzählungen könnte zunächst tatsächlich der Eindruck entstehen, seinen liebsten Pfade seien die bekannten. Falsch! Der Krefelder mit Wurzeln in der Eifel wagte stattdessen immer wieder den Ausbruch. Nicht unbedingt zur Freude seines Arbeitgebers. “Ich wollte aber etwas neues ausprobieren, mich mal lösen, durch verschiedene Träger reisen, um auch andere Erfahrungen zu sammeln.” Also ging Elmar Pullem auf Wanderschaft und sammelte Erfahrungen, beteiligte sich am Aufbau einer Einrichtung und – kehrte zurück. Letztlich war er zwar nur rund zwei Jahre weg, lernte in dieser Zeit aber eine Menge Dinge dazu, von denen sein Arbeitgeber letztlich auch profitiert. “Ich musste zum Teil große Verantwortung übernehmen, das hat mich in meiner persönlichen Entwicklung weitergebracht.”

Hier wird Wert auf eine hohe Professionalität gelegt

Es stellt sich natürlich die Frage, warum er wieder bei der evangelischen Altenpflege anklopfte. Was waren also seine Motive? Die Ausflüge in andere Pflegewelten haben für ihn deutlich werden lassen, was er bei seinem alten und neuen Arbeitgeber stets besonders schätzte. “Hier wird Wert auf eine hohe Professionalität gelegt, das die meisten hier eine solide Ausbildung haben und sich weiterentwickeln”. Hinzu kommt der Spielraum, um etwa zu verändern, um Ideen umzusetzen und auch etwa neues auszuprobieren. Er erzählt von nächtlichen Skatrunden mit Bewohnern im Nachcafé, vom abendlichen Backen oder von Modeschauen im Haus.

Das „Alte“ zählt nicht nur im Beruf

Elmar Pullem erwähnt beiläufig, was sonst noch in seinem Leben zählt. Natürlich ist da die Familie, die auch seine Schwärmerei für das Mittelalter unterstützt und manchmal auch aushält. Kein Urlaub vergeht, ohne das eine alte Burgruine auf der Ausflugsliste steht. Mit anderen Worten: Für Elmar Pullem zählt das ‘Alte’ nicht im Beruf, sondern es findet sich sogar im Hobby wieder. Doch auch hier baut er eine Brücke zum Beruflichen. “Es kommt immer wieder vor, dass ich mit Bewohnern über alte Keramik spreche, oder wir uns mitgebrachte Bilder mit Schlössern anschauen”.

Der fachlich versierte Altenpfleger plant keine weitere Wanderschaft. So wie es ist, ist es gut: “Das hier ist für mich eine bunte Welt, die mir und den Bewohnern viel ermöglicht.” Trotz der vielen Berufsjahre in der Altenpflege ist sein Fazit eindeutig: “Das würde ich immer wieder machen!”

Weitere Geschichten entdecken

Evangelische Altenhilfe Krefeld gGmbH

Evangelische Altenhilfe Krefeld gGmbH
Personalabteilung
Westwall 40
47798 Krefeld
Tel.: 02151 / 47 94 614 oder 47 94 615
E-Mail: melanie-lenzen@ev-altenhilfe-krefeld.de
Website: www.evangelische-altenhilfe-krefeld.de

Mehr erfahren